Aufbruch in den Abgrund – Deutsche Science Fiction zwischen Demokratie und Diktatur

von Hans Frey

Mit Aufbruch in den Abgrund (1918-1945) liegt jetzt die Fortsetzung des Buches Fortschritt und Fiasko (1810-1918) vor. Im zweiten Band seiner Literaturgeschichte der deutschen Science Fiction rückt Hans Frey die SF der Weimarer Republik und die unter der Nazi-Diktatur in den Fokus. Erneut hat der Autor tief gegraben und viele Beispiele einer weitgehend vergessenen Literatur ans Licht geholt. So werden anhand der Genreentwicklung Schicksalsjahre der deutschen Geschichte lebendig. Die Weimarer SF war durch politisch-ideologische Kämpfe, technokratische Fantasien und dystopische Albträume, aber auch durch einige große Zukunftsentwürfe gekennzeichnet. Im Nazi-Regime war die SF, wenn sie nicht sofort verboten wurde, nur als Randliteratur und im Zwangskorsett engster Technikvorstellungen geduldet.

Das reich illustrierte Sachbuch Aufbruch in den Abgrund ist das Gegenteil verstaubter Geschichtsaufarbeitung. Lesefreundlich, unterhaltsam und spannend vermittelt der Autor fundiertes Wissen und erhellende Einsichten. Hans Frey: »Auch diesmal hat meine Arbeit aktuelle Bezüge, die gewollt und nicht zufällig sind.«

 


»Science Fiction ist der zeitgemäße Ausdruck historischen Selbstverständnisses.«
— Michael Salewski

Pressestimmen zum ersten Band Fortschritt und Fiasko:

»Alle paar Jahre gibt es sie dann doch, die berühmte Ausnahme von der Regel. Dann schreibt ein Autor ein Buch, das nicht nur von großer Sachkenntnis zeugt, sondern auch noch in einem so flüssigen, lesefreundlichen Stil daherkommt, dass es eine wahre Freude ist. Im Frühjahr 2018 ist wieder ein solches Prachtstück erschienen … Fortschritt und Fiasko ist bereits mit dem Erscheinen zum Standardwerk geworden.«
— Horst Illmer, comicdealer.de

»Das Buch liefert profunde Einblicke in das Werden, Wesen und Wirken der deutschen Science Fiction in ihren ersten hundert Jahren.«
— Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), 1.3.2018

»Fortschritt und Fiasko fällt allerdings selbst innerhalb der Nische und der Szene unter überraschendes Spezialwissen
— Christian Endres, diezukunft.de


Inhalt:

  • Einführung
  • ERSTER TEIL: Deutsche Science Fiction in der Weimarer Republik  (1918–1933)
  • Prolog: Utopolis versus Metropolis
  •  Aufbruch in den Abgrund
  • Die SF-Faschismusdebatte
  • Politische SF in der Weimarer Republik
  • Die Weimarer Unterhaltungs-SF
  • Übergreifende Aspekte
  • ZWEITER TEIL: Deutsche Science Fiction unter der Nazi-­Diktatur (1933–1945)
  • Science Fiction im Anderswo
  • Varianten der SF in der Nazi-­Diktatur
  • Epilog: Was wäre, wenn …?
  • ANHANG        
  • Literaturverzeichnis
  • Stichwortverzeichnis

Leseprobe folgt

Originalausgabe

Klappenbroschur | ca. 530 Seiten | ca. € 24,90
ISBN 978-3-948616-02-1

E-Book | ca. 530 Seiten
ISBN 978-3-948616-03-8

Dieses Buch erscheint im März 2020.


Hans Frey, Germanist, Lehrer, Ex-NRW-Landtagsabgeordneter, Ruhrgebietsfan und Büchernarr, nutzt seit einigen Jahren den sogenannten Ruhestand, um seine alte Vorliebe für die Science Fiction publizistisch aufzuarbeiten. Zu den Ergebnissen gehören unter anderem die umfangreiche Monographie »Der galaktische Voltaire – Die Welten des Isaac Asimov«, das Sachbuch »Philosophie und Science Fiction« und die beiden Ausgaben der Reihe SF PERSONALITY »Alfred Bester – Tycoon der Science Fiction« sowie »J. G. Ballard – Science Fiction als Paradoxon«.