Der einheitliche Wille des gesamten Sowjetvolkes

von Kir Bulytschow

Politische SF-Erzählungen und Satiren

Kir Bulytschow (1934–2001) ist wohl der beliebteste russische SF-Autor nach den Strugatzkis. Seine Werke wurden allein in Russland mehr als 5 Millionen mal verkauft und in mehr als 24 Sprachen übersetzt. Die sehr verschiedenartigen Texte dieses Bandes aus den Jahren 1987 bis 1991, ob sie nun in der Schublade auf ihre Stunde gewartet hatten, wie dies bei der Titelgeschichte der Fall war, oder aber zeitnah vor ihrer russischen Veröffentlichung entstanden sind, vereint der Umstand, dass sie vor der unter Gorbatschow begonnenen Politik der neuen Offenheit wohl kaum eine Chance zur Veröffentlichung gehabt hätten.

Darin enthalten:
»Der einheitliche Wille des gesamten Sowjetvolkes« (Eдинaя вoля coвeтскoгo нaрoдa): Natürlich erinnern Sie sich – sofern Sie zu Beginn der 1980er-Jahre alt genug waren – an die VERKÜNDUNG, mit der Außerirdische jeder Nation der Erde versprachen, einen von der Bevölkerung des jeweiligen Landes in freier gedanklicher Wahl ermittelten Menschen wiederauferstehen zu lassen. Und die offizielle sowjetische Verlautbarung in dieser Angelegenheit war Ihnen schon damals suspekt. Lesen Sie, was in der Sowjetunion damals wirklich geschah.
»Der Tod im Stockwerk tiefer« (Смeрть этaжoм нижe): Hätte es in der Sowjetunion einen Unfall katastrophalen Ausmaßes geben können? Wohl kaum. Erst recht nicht irgendwo in der fernen Provinz.
»Der freie Tyrann« (Свободный тиран): Eine Geschichte aus dem Guslar-Zyklus, die aber nicht in Guslar spielt, sondern auf einem fernen Planeten.
»Der alte Iwanow« (Стaрeнький Ивaнoв): Ein Mann im Hintergrund. Ein Problemlöser, der auch vor radikalen Ansätzen nicht zurückschreckte. Sie sollten ihn kennen, denn die Spur seines Wirkens zieht sich durch die gesamte Sowjet-Ära, und letztlich beeinflusste er auch Ihr Schicksal.

Abgerundet wird das Buch durch ein informatives Nachwort des Herausgebers Ivo Gloss über das Schaffen Bulytschows und eine ausführliche deutsche Bibliographie.


Deutsche Erstausgabe
Herausgegeben, aus dem Russischen übersetzt
und mit einem Nachwort versehen von Ivo Gloss
Illustriert von Renate Gloss


(Leseprobe folgt)

Klappenbroschur | 304 Seiten | € 18,00
ISBN 978-3-948616-00-7

Gebundene Ausgabe | 304 Seiten | € 26,00
ohne ISBN
(Sonderausgabe in geringer Auflage, nur direkt über Verlag erhältlich.)

E-Book | ca. 304 Seiten
ISBN 978-3-948616-01-4

Dieses Buch erscheint im Januar 2020.


Kir Bulytschow (Pseudonym von Igor Moshejko, 1934–2003) war einer der besten und beliebtesten sowjetischen und russischen Science-Fiction-Autoren. Bis zu seinem Tode sind von Bulytschow – Nachauflagen und Übersetzungen mitgerechnet – mehr als 550 belletristische Bücher in 24 Sprachen erschienen. Hinzu kommt eine große Anzahl Sachbücher, die er – unter seinem richtigen Namen – in 15 Sprachen veröffentlichte. In der Heimat des Autors wurden diverse Werkausgaben veranstaltet. Nicht nur in Russland, sondern auch in Deutschland haben die SF-Erzählungen Bulytschows Eingang in Schulbücher gefunden. Allein der an Kinder adressierte Zyklus um das Mädchen Alissa hat in Russland eine Gesamtauflage von mehr als 5 Millionen Exemplaren erreicht. Auf dem Gebiet der Science Fiction für Erwachsene hat sich Bulytschow als Verfasser humoristischer Erzählungen etabliert. Dafür steht insbesondere der umfangreiche Zyklus um die phantastischen Vorgänge in dem Provinzstädtchen Guslar. Nicht weniger Ansehen hat er sich aber auch mit seinen zahlreichen Romanen erworben.