Andymon – Eine Weltraum-Utopie

von Angela und Karlheinz Steinmüller

Rund zwanzig Jahre, bevor ein automatisch gesteuertes interstellares Raumschiff den Zielstern erreicht, werden an Bord aus tiefgefrorenen befruchteten Eizellen Menschen geboren. Roboter ziehen die »Geschwister« groß und bereiten sie darauf vor, schließlich selbst die Kontrolle über das Raumschiff zu übernehmen. Als der fliegende provisorische Lebensraum endlich den Planeten ­»Andymon« erreicht, trotzt die unwirtliche Einöde zunächst allen Hoffnungen. Nun gilt es, geduldig und behutsam mit Planetform-Techniken zu arbeiten. Doch noch ehe die erste Siedlung bezogen werden kann, beginnen die Vorstellungen über die beste Lebensweise zu divergieren …
Andymon ist ein überaus ideenreicher SF-Roman und zugleich eine klassische Utopie. Die geradlinig erzählte Handlung mit den gelungenen Identifikationsfiguren, vor allem aber die Weite des Entwurfs – es geht um nichts Geringeres als die Gründung einer neuen Menschheit auf dem terraformierten Planeten, Lichtjahre von der Erde entfernt – stehen für eine dynamische soziale Vision.

Angela und Karlheinz Steinmüller · Werke in Einzelausgaben · Band 2


»Die Autoren erzählen mit Verve und Elan spannende Fabeln, die den Leser zum Nachdenken anregen.«
— Franz Rottensteiner

»Der geradlinig erzählte Roman ge­­hört sicher zum Besten, was die deutsche SF in den letzten Jahrzehnten produziert hat.«
— Jürgen Seefeldt, ekz-bibliotheksservice

»1982 erstmals erschienen, ist Andymon der wagemutige Versuch der ostdeutschen Science-Fiction-Autoren Angela und Karlheinz Steinmüller, mit ihrem ersten Roman eine positive Utopie zu erschaffen. Als Erzähler sind sie dabei auf ganzer Linie erfolgreich: Die Figuren des Romans vermitteln spätestens ab dem ersten Drittel das Gefühl einer Menschheit, die ihre Geschicke endlich wirklich in die eigenen Hände nimmt.«
— Juri Benjamin, ALIEN CONTACT


Inhalt:
Andymon – Eine Weltraum-Utopie
– Teil I. Das Schiff
– Teil II. Andymon
– Teil III. Und mehr als Andymon
ANHANG
– Die Schiffsgeborenen
– Hymne des Planeten Andymon. Von Erik Simon
– Andymon und die Langfristperspektiven der Menschheit. Von Karlheinz Steinmüller
– »Dieser Satz hat das Buch gerettet.« – Der lange Weg zu Andymon. Ein Nachwort der Autoren

Leseprobe

Ein Memoranda-Buch im Golkonda Verlag

Klappenbroschur | 389 Seiten | € 16,90
ISBN 978-3-946503-28-6

E-Book | ca. 389 Seiten
ISBN 978-3-946503-29-3

Dieses Buch ist im März 2018 erschienen.

Angela und Karlheinz Steinmüller zählten zu den führenden Science-Fiction-Autoren der DDR. Angela, Jahrgang 1941, ist Diplom-Mathematikerin, der 1950 geborene Karlheinz Diplomphysiker und Doktor der Philosophie, seit den neunziger Jahren auch einer der angesehensten deutschen Futurologen. Auf Karlheinz’ ersten SF-Erzählungband Der letzte Tag auf der Venus (1979) folgten zahlreiche gemeinsam mit Angela verfaßte Arbeiten, ­darunter 1982 der Roman Andymon, der zum beliebtesten SF-Buch der DDR gewählt wurde. Seit 2004 erscheinen ihre gesammelten »Werke in Einzelausgaben«. Die Steinmüllers wurden dreimal mit dem Kurd-Laßwitz-Preis für die beste deutschsprachige Erzählung ausgezeichnet – Angela allein, beide zu­sammen sowie zu dritt mit Erik Simon.