Fortschritt und Fiasko – Die ersten 100 Jahre der deutschen Science Fiction

von Hans Frey

Fortschritt und Fiasko bietet einen bisher einzigartigen Einblick in das Werden, Wesen und Wirken der deutschsprachigen Science Fiction bis zum 1. Weltkrieg. Das Buch fächert die fast vergessene deutsche SF-Literatur von 1810 bis 1918 auf und belegt mit zahlreichen Literaturbeispielen, wie die Mythen der SF den damaligen Zeitgeist abbildeten, aber auch aktiv beeinflussten.

Es ist zudem ein Buch mit aktuellen Bezügen. Fatal erinnert der heutige Rechtspopulismus an jene Kräfte im Kaiserreich, die unter anderem mithilfe eines Teils der SF dazu beitrugen, die anschließenden deutschen Geschichtskatastrophen möglich zu machen. Die fortschrittliche SF-Gegenliteratur erwies sich indes als zu schwach, um den Weg ins Fiasko zu stoppen. Wer das als Warnung begreift, hat den Autor richtig verstanden.


»Science Fiction ist der zeitgemäße Ausdruck historischen Selbstverständnisses.«
— Michael Salewski

»Utopische Vorstellungen in der Literatur reflektieren aber nicht nur ›Zeitgeist‹, sie vermochten es, (…) breite Massen zu stimulieren wie zu manipulieren. Denn Zukunftsromane waren im 19. Jahrhundert (…) die einzige Belletristik, ­welche die neuen Produktivkräfte in die Handlung hinein­nahmen und perspektivisch weiter­dachten.«
— Claus Ritter


Inhalt:
– Einleitung
– Blaue Blume vs. Dampfmaschine (1810–1870)
– Träume und Albträume in einer verfallenden Welt (1871–1918)
– Progressive SF
– Reaktionäre und faschistische SF
– Zwischen den Fronten
– Facetten der frühen deutschen Unterhaltungs-SF
– Zusammenfassung
– Anhang mit Literaturverzeichnis und Autoren- und Titelverzeichnis

Leseprobe

Originalausgabe

Ein Memoranda-Buch im Golkonda Verlag

Klappenbroschur | 316 Seiten | € 18,90
ISBN 978-3-946503-32-3

E-Book | ca. 316 Seiten
ISBN 978-3-946503-33-0

Dieses Buch ist im März 2018 erschienen.

Hans Frey, Germanist, Lehrer, Ex-NRW-Landtagsabgeordneter, Ruhrgebietsfan und Büchernarr, nutzt seit einigen Jahren den sogenannten Ruhestand, um seine alte Vorliebe für die Science Fiction publizistisch aufzuarbeiten. Zu den Ergebnissen gehören unter anderem die umfangreiche Monographie »Der galaktische Voltaire – Die Welten des Isaac Asimov«, das Sachbuch »Philosophie und Science Fiction« und die beiden Ausgaben der Reihe SF PERSONALITY »Alfred Bester – Tycoon der Science Fiction« sowie »J. G. Ballard – Science Fiction als Paradoxon«.